Größentabelle Kinderschuhe + Schuhgröße nach Alter

In diesem Artikel findest Du alles über die Wahl der richtigen Kinderschuhgröße. Größentabellen und Umrechner für die Deutsche, US, UK und Internationale Schuhgröße. Und viele Tricks, Tipps und Kniff damit du überprüfen kannst, ob die Schuhe auch wirklich richtig passen. Denn: Zu kleine Schuhe schädigen die Füße dauerhaft. 

Wichtige Infos! Damit sich die Füße Deines Kindes gesund entwickeln

Kinderfüße brauchen Platz – dennoch tragen bis zu 50 Prozent aller Kinder zu kleine Schuhe. 99 % aller Kinder kommen mit gesunden Füßen zur Welt – nur ein Drittel hat diese gesunden Füße immer noch, wenn es erwachsen wird. Die häufigste Ursache dafür sind zu kleine Schuhe! Kinder spüren oft nicht „wenn der Schuh drückt“, denn ihr Gewebe ist noch sehr weich und unempfindlich. Das bedeutet leider nicht, dass sich daraus keine Schäden entwickeln können. Gerade zu kleine Schuhe bereiten den im Wachstum befindlichen Kinderfüßen große Probleme: Verformungen und Fehlstellungen sind die Folge.

Größentabelle Kinderschuhe

Schuhe für Kinder in der richtigen Größe

Wer zu kleine Schuhe trägt, bereitet seinen Füßen Schäden. Besonders Kinderfüße brauchen genügend Platz, um sich gut zu entwickeln, denn sie befinden sich im Wachstumsprozess. Kinderfüße sind die Basis des Körpers und müssen den ganzen Tag über mithalten, sei es beim Herumtoben, Spielen oder im Schlaf.

Kinderfüße sind noch sehr weich und viel beweglicher. Gleichzeitig sind sie deutlich unempfindlicher als Erwachsenenfüße. Die gesamte Funktionsfähigkeit des kindlichen Fußes ist erst nach Jahren erreicht. Das wirkt sich auch auf das kindliche Trageverhalten von Schuhen aus: Kinder spüren nicht, wenn der Schuh klein ist. Ganz im Gegenteil – drückt er vorne, werden die Zehen oft noch eingezogen. Das Kind zwängt seinen kindlichen Fuß in den Schuh, ohne zu spüren, dass die ersten Schäden schon ihren Lauf nehmen.

Über 50 % der Kinder tragen zu kleine Schuhe. Vertraue daher nicht auf das Gefühl Deines Kindes, sondern messe nach. Überprüfe das Messergebnis auch regelmäßig, denn in Wachstumsphasen wachsen Kinderfüße bis zu drei Größen pro Jahr.

Hatte auch Dein Kind schon einmal den falschen Schuh am anderen Fuß und es nicht gemerkt? Auch dies zeigt, wie unempfindlich der kindliche Fuß ist – Kinder spüren hier noch keinen Schmerz. Doch besonders der Kinderfuß, welcher noch sehr weich und leicht zu verformen ist, leidet mit dem falschen Schuhwerk schon bald unter Schäden.

Die Kinderschuhgröße dem Alter entsprechend wählen

Das Wachstum von Kinderfüßen ist nicht nur sehr individuell, sondern auch sehr rasant. Einen Millimeter pro Monat können Kinderfüße im Alter von vier bis sechs Jahren zulegen. Vorgefertigte Schuhgrößentabellen müssen daher gar nicht zum Entwicklungsland der Füße Deines Kindes passen. Messe daher besser selbst die tatsächliche Größe des Fußes regelmäßig nach.

Damit sich die Füße Deines Kindes zu gesunden Erwachsenenfüßen entwickeln können, benötigen sie eines: nämlich genügend Platz.
Die Wachstumsphasen erstrecken sich bei Jungen meist bis 15 Jahre, bei Mädchen sind diese oft schon mit 13 Jahren abgeschlossen. So lange ist das regelmäßige Messen unumgänglich.

Wenn Dein Kind erst laufen lernt, benötigt es übrigens noch keine Schuhe. Hier reichen Laufsocken noch völlig aus. Folglich sind auch für Babys und Säuglinge keine Schuhe nötig. Erst wenn Ihr Kind die ersten Schritte setzt, ist es an der Zeit, dass Du dich mit dem Kauf von Schuhen beschäftigst. Um genügen Platz für das Abrollen des Fußes zu bieten, sollten die Schuhe an der Innenseite um 17 Millimeter größer sein als der Fuß.

Kinderfüße richtig messen

Messe die Füße nachmittags, denn sie werden im Laufe des Tages breiter und länger. Dein Kind sollte dabei stehen anstatt zu sitzen, da dies auch die Größe der Füße beeinflusst.

Stelle den Fuß bei der Messung auf ein Maßband und messe ihn von der Ferse bis zum längsten Zeh. Das Messergebnis am längeren Fuße von der Ferse bis zum längsten Zeh, ist die Schuhgröße Deines Kindes.

Messe immer beide Füße: es können Längenunterschiede auftreten. Bis zu 6 mm Längenunterschied ist ganz normal, entsprechen aber einer ganzen Schuhgröße und müssen beim Kauf Berücksichtigung finden!

Richte den Kauf der Schuhe immer nach dem längeren Fuß aus!
Überprüfe das Messergebnis alle 2 Monate – denn Kinderfüße wachsen erstaunlich schnell!

So viel Platz braucht der Fuß Deines Kindes

Spätestens nach diesem Artikel wird klar, dass Kinderschuhe gut passen sollten. Die meisten Eltern achten auch vorbildlich beim Kauf von Kinderschuhen auf die Bewegungsfreiheit im Schuh. Wusstest Du jedoch, dass es mindestens 12 bis 17 Millimeter sein müssen, die zur Fußlänge hinzugerechnet werden? So viel Platz braucht der Fuß Deines Kindes, um beim Gehen und Laufen ausreichend abrollen zu können.

Foto: Pennys

Angaben von Kinderschuhgrößen

Wer denkt, dass die Schuhgrößenangabe auf den Schuhen immer stimmen, der irrt. In der Europäischen Union sind keine verbindlichen Normierungen vorgegeben, an denen sich die Hersteller orientieren müssen, was zu erheblichen Abweichungen um bis zu 1,5 Nummern führt. 91 Prozent der ausgewiesenen Schuhgrößen stimmen nicht mit der Innenlänge des Schuhs überein und sind kleiner. Daher können sich Eltern leider nicht auf die richtige Angabe von Schuhgrößen verlassen und müssen unbedingt nachmessen. Auch wenn der Schuh süß aussieht und laut Angabe des Herstellers die richtige Größe aufweist: Es bedeutet nicht, dass der Schuh das Richtige für Dein Kind ist.

 

Insgesamt 2109 Eltern wurden in einem Online-Panel nach Fußlänge und Schuhgröße ihrer Sprößlinge, sowie Kaufgewohnheiten gefragt. Nach Ausgabe der Messanleitung und Eingabe der Werte wurde dann die optimale Schuhgröße berechnet und die Eltern gebeten die tatsächliche Schuhinnenlänge mittels einer Schablone zu messen.  Die wichtigsten Ergebnisse in der Zusammenfassung:

  • 65 % aller Kinder tragen zu kleine Schuhe. Davon 47 % eine Nummer zu klein und sogar 18 % zwei Größen zu klein.
  • Nur 35 % tragen die richtige Größe. Davon aber nur 11 % mit einer Wachstumsreserve.  –
  • 52 % aller Eltern gaben an, noch nie die Fußlänge ihres Kinder gemessen zu haben, sondern sich alleine auf Fühl- und Sichtproben zu verlassen.

Diese „Tricks“ sind überholt

Leider werden häufig immer noch diese veralteten „Tricks“ angewendet um zu prüfen ob Schuhe passen. Dabei gibt es sinnvolle Alternativen.

Falsch: Die Daumenprobe

Mit dem Daumen wird auf den vorderen Teil des Schuhs gedrückt, um zu prüfen ob genug Platz ist. Die Folge: Aus Reflex krallen Kinder die Zehen zusammen, der Fuß wird eingerollt. Dadurch scheint genug Platz vorhanden, obwohl die Schuhe eigentlich zu klein sind. Genau so wenig geeignet ist die Fersenprobe, bei der der freie Platz im Fersenbereich geprüft wird. Viele Kinder schieben dabei den Fuß nach vorne bis die Zehen eingezwängt sind. Besser ist es, die Füße abzutasten. Dabei wird eine Hand flach auf die vordere Seite des Schuhs gelegt, damit das Kind die Zehen nicht einzieht. Die andere Hand tastet die Lage der Zehen ab. So kann erfühlt werden, ob ausreichend Platz vorhanden ist.

Falsch: Fuß an Schuh halten

Die Sohle des Schuhs wird an die Kinderfüße gehalten, um die Größe einzuschätzen. Aber: die Innenlänge des Schuhs ist von außen nicht abschätzbar und häufig deutlich kürzer als gedacht (Fütterung, Nähte, Fußbett). Besser ist es, ein entsprechendes Messgerät zu nutzen.

Falsch: Größenvergleich mittels Schablone

Form und Größe des Fußes werden abgezeichnet und mit der Sohle des Schuhs verglichen. Der Vergleich ist aber in der Regel ungenau. Besser: Wenn eine herausnehmbare Innensohle vorhanden ist, dann sollte diese entnommen werden. Den Fuß derart auf die Sohle stellen, dass hinten 5 Millimeter Platz sind. Vorne sollten dann 10–12 mm Platz vor den Zehen sein.

Falsch: Das Kind um eine Einschätzung zur Größe fragen

„Passt dir der Schuh?“, fragen Eltern den Sprössling. Doch die Antwort wird leider falsch ausfallen. Denn die Nerven am Fuß sind häufig noch nicht voll ausgebildet und das Schmerzgefühl ist deutlich geringer als bei Erwachsenen. Kinder merken also schlicht nicht, ob ein Schuh passt. Besser ist es daher, erst nachzumessen.

Steife Schuhe – ein Martyrium für Füße

Nicht nur zu kleine Schuhe nehmen den kindlichen Füßen jeden Raum zum Wachsen – auch steife Schuhe behindern den Entwicklungsprozess. Ob sich der Kinderfuß in den Schuh zwängen lässt, ist dabei kein Kriterium, denn diese sind so weich und formbar, dass sie sich in nahezu jedem Schuh anpassen. Folgeschäden, wie Senk- und Knickfüße sind dann ebenso die Folge, wie Haltungsfehler und Rückenschäden. Kinderschuhe sollten die Schritte Deines Kindes nicht behindern, sondern den Füßen Freiraum lassen.

Schuhe sollten Raum zum Atmen geben

Nur ein Fußbett aus Leder und Naturmaterialien kommt für Kinderschuhe in Frage. Denn dann lässt es der Fußsohle die Möglichkeit zum Atmen und kann Fußschweiß vorbeugen. Indessen sorgen synthetische Stoffe dafür, dass Kinderfüße schwitzen, was der Fußgesundheit im Weg steht. Damit sich der kindliche Fuß gesund entwickeln kann, braucht er nicht nur Bewegungsfreiheit sondern auch Luft.

Gummistiefel für den Alltag?

Gummistiefel sollten nur dann verwendet werden, wenn es draußen wirklich nass ist – als Alltagsschuhe eignen sie sich nicht, da sie aufgrund verminderter Atmungsaktivität die Füße meist ins Schwitzen bringen. Die Stiefel sollten aus Naturkautschuk und nicht aus PVC gefertigt sein. Denn sowohl durch die Fertigung aus PVC, als auch durch aufgedruckte Motive können bedenkliche Schadstoffe mitgeführt und an den Fuß Deines Kindes gebracht werden.

Das perfekte Schuhbett

Kaufe den Schuhe am besten nachmittags, da die Füße dann breiter und länger sind als morgens. Probiere mit Deinem Kind mehrere Modelle durch und lasse durch die Verkäuferin eine ergänzende Innenschuhmessung vornehmen. Der passende Schuh sollte ausgehend von der Innenmessung des größeren Fußes um circa 17 mm länger sein. Wenn Du von diesem Wert abweichst und Dich auf kleinere Schuhe einlässt, musst Du unter Umständen schon bald wieder neue Schuhe mit Deinem Kind kaufen gehen.

Innenschuhmessgerät für die Messung zuhause

Wenn es keinen Fachhandel in Deiner Nähe gibt und Du obendrein lieber online kaust, bietet ein Innenschuhmessgerät eine gute Alternative zur Messung im Fachhandel. Die Kosten belaufen sich auf 10 – 12 EUR. Dieses Geld ist gut investiert, da Du von nun an die genaue Innenschuhgröße kennst. So bewahrst Du Dein Kind davor, versehentlich in zu kleine Schuhe zu schlüpfen. Hier zu sparen, wäre die falsche Stelle.

 

Mit einem Schuhinnnenmessgerät kann nicht nur die Fußlänge, sondern auch die Schuhinnenlänge gemessen werden. Dazu wird das Gerät in den Schuh gestellt. Lässt es sich nicht bis zur richtigen Größe ausfahren, ist der Schuh zu klein.

Gebrauchte Schuhe tragen – ist das gesund?

Schuhe dürften auch gebraucht getragen werden und bieten eine exzellente Möglichkeit zu sparen. Dabei muss allerdings auf eine intakte Innensohle geachtet werden. Sollte die Innensohle durch den Fuß des vorherigen Trägers stark verformt worden sein, dann sollten diese Schuhe nicht mehr getragen werden. Auch vom Tragen von Schuhen mit stark abgelaufenen Sohlen oder von Kindern mit Fehlbildungen wird abgeraten. Wenn Deinem Kind allerdings gut erhaltene Schuhe in der passenden Größe zur Verfügung stehen, schonst du mit gebrauchten Schuhen nicht nur Deinen Geldbeutel, sondern auch noch die Umwelt.

Reinigung von gebrauchten Schuhen: Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten bereits getragene Schuhe mit hochkonzentriertem Alkohol oder mit einem ökologischen Fußdesinfektionsmittel behandelt werden. Zur Vorbeugung einer neuerlichen Keimentwicklung, sollten die Schuhe danach 24 Stunden trocknen.

Das Wichtigste auf den Punkt gebracht:

  • Deine Kinder dürfen auch gebrauchte Schuhe tragen – vorausgesetzt diese sind nicht einseitig abgelaufen oder die Innensohle weist starke Verformungen auf. Eine Desinfektion wird empfohlen.
  • Kaufe das Schuhwerk Deines Kindes immer nachmittags, da der Fuß dann etwas größer ist.
  • Messe die Füße Deines Kindes auch am Nachmittag sowie im Stehen, um die reelle Größe zu ermitteln. Nur selten sind der rechte und der linke Fuß gleichlang. Der längere Fuß bestimmt die Größe der zu kaufenden Schuhe.
  • Mithilfe eines kostengünstigen Innenschuhmessgerätes bist Du beim Schuhkauf immer auf der sicheren Seite.
  • Kaufe im Fachhandel und lasse dich dort mit einer Innenschuhmessung unterstützen.
  • Wenn die Schuhe Deines Kindes weniger als 12 mm Platz aufweisen, ist es Zeit neue Schuhe kaufen zu gehen.
  • Neue Schuhe hingegen sollten 17 mm Bewegungsfreiheit für die Füße aufweisen.
  • Schuhe sollten aber weder zu groß noch zu klein sein. Ebenso sind steife oder luftdichte Schuhe ohne Atmungsaktivität sehr schlecht für die kindliche Fußentwicklung. Kinderschuhe sollten ein weiches Material aufweisen und die Füße atmen lassen.
  • Gummistiefel eignen sich nicht als Alltagsschuhe.
  • Überprüfe im Geschäft den Geruch der Schuhe: Diese riechen stark chemisch? Dann wird vom Kauf abgeraten, um Dein Kind nicht zu vielen Chemikalien auszusetzen.
  • Zwischen 3 und 6 Jahren passen die Kinderschuhe meist nur 5 Monate. Dann wird Dein Kind die nächste Größe benötigen.
  • Die Füße Deines Kindes sind weich und verformbar. Zudem ist der Tastsinn noch in Entwicklung, was zur Folge hat, dass Kinder oft nicht spüren, wenn der Schuh zu klein ist und der Fuß ungesund verformt wird. Wo Erwachsene schon lange Schmerzen empfinden würden, zwängen Kinder ihre Füße noch in den Schuh, ohne es zu merken. Die Verantwortung für die richtigen Schuhe liegt daher bei den Eltern!

Weiterführende Webseiten und Quellen

Informationen der Bundesaerztekammer
Feldstudie des Kinderfuß-Instituts
KIGGS-Studie des Robert-Koch-Instituts
Betriebskrankenkassen zu Fußgesundheit bei Kindern