Welcher Bikini für kleine Oberweite?

Aus wenig mehr machen – dieser Wunsch stellt Frauen mit wenig Brust beim Bikini-Kauf vor eine ganz besondere Aufgabe. Denn wie soll ein Kleidungsstück, das selbst nur minimal ausgestattet ist, für optische Fülle sorgen? Ganz einfach: Indem Du auf kleine, aber feine und effektvolle Details achtest. Welche das sind, erfährst Du hier!

Passform

Das A und O Deiner neuen „Mogelpackung“ ist ein perfekter Sitz – denn ein Bikini, der zu groß oder zu klein bzw. zu weit oder zu eng ist, kann niemals korrigierend wirken. Leider gestaltet sich ausgerechnet dieser wichtige Aspekt als besonders schwierig. Da Bikinis weder zur Leibwäsche noch zu den Obertrikotagen zählen, folgt ihre Auszeichnung oft der Willkür von Herstellern und Anbietern. Im Handel werden die sommerlichen Zweiteiler sowohl nach Konfektions- als auch nach BH- oder Körpergröße sortiert. Das heißt, Du kannst ein und dasselbe Modell als Damenmaß „38“, als Lingerie-Ware in „75B“ oder in der Kinder- und Jugendgröße „170/176“ kaufen.

Um hier die wichtige Wahl zu treffen, ist es wichtig, dass Du Deine persönlichen „Ausmaße“ kennst. Zum Ermitteln der optimalen Bikini-Passform benötigst Du Unter- und Oberbrustumfang sowie die Werte, die sich aus dem Messen von Taille und Hüfte ergeben. Sie bilden die Grundlage unserer Umrechnungs-Tabellen, in denen Du Deine Bikini-Größe ablesen kannst. Weichen die Angaben für Ober- und Unterteil voneinander ab, solltest Du nach Geschäften oder Online-Shops suchen, die beides einzeln anbieten. Das garantiert Dir zum einen, dass Dein neuer Bikini „rundherum“ passt; zum anderen bietet es Dir die Möglichkeit, den Zweiteiler nach individuellen Bedürfnissen zusammenzustellen.

Foto: Sainsburys

Schnitt

Neben der Passform geben nämlich noch viele andere Aspekte den Ausschlag für effektvolle Bademode. So ist es durchaus möglich, dass Dein Bikini kleine Brüste und breite Hüften zugleich kaschieren soll oder Du ein komplett androgyn geschnittenes Modell benötigst.

Im Folgenden geht es jedoch hauptsächlich um die optische Korrektur der Oberweite – und zwar im Hinblick darauf, dass sie GRÖSSER erscheinen soll. Hierfür steht Dir folgendes Schnittformen-ABC zur Verfügung:

Balconette

Was diesen Bikini ausmacht, verrät bereits sein Name: Er lässt Deine Brust wie einen „Balkon“ vor dem Oberkörper stehen. Der Effekt gründet auf weit außen angesetzten Trägern und vorgeformten Cups, deren Hebewirkung kannst Du durch Einlagen verstärken kannst.

Bandeau

Dieser Bikini hat seinen Namen vom französischen Wort für „Band“ erhalten – und genauso umschließt er auch Deinen Oberkörper: Ein in der Mitte geraffter Stoffstreifen läuft über Brust und Rücken, so dass Schultern und Dekolleté frei bleiben. Garant für nahtlose Bräune, die bei einem kleinen Busen zum zusätzlichen Hingucker bzw. Ablenker wird.

Bügel

Wie ein BH kann auch ein Bikini mit Bügeln ausgestattet sein. Sie verleihen Deiner Brust Halt und helfen, ihre natürliche Fülle zu modellieren. Damit nichts kneift oder drückt, sind die Bügel mit Kunststoff ummantelt, an den Enden abgeflacht und mit weichem Material gepolstert.

Neckholder

Die Träger dieses Bikinis laufen im Nacken zusammen und bilden mit den Körbchen eine Dreieck-Form. Da die Brüste an deren Basis sitzen, wirken sie automatisch größer. Noch effektvoller ist ein Neckholder in der Kombination mit Bügeln, denn sie heben den Busen in die Mitte des Arrangements.

Push-up

Eigentlich ist diese Form der ideale Bikini für Frauen mit kleiner Oberweite. Seine Schalen sind mit Polstern ausgestattet, welche die Brüste von unten und von der Seite anheben. Dadurch werden sie nach oben und zur Mitte gedrückt – ein wortwörtlicher Wow!-Effekt. Aber Achtung: Wenn ein Push-up nicht optimal passt, wirken Deine Brüste wie Muffins, die über die Form quellen.

Triangel

Dieser Klassiker ist wie für Dich gemacht, denn allzu fülligen oder weichen Brüsten bietet er keinen Halt. Ein kleiner Busen aber kommt unter der namengebenden Dreiecksform ganz groß raus – sofern er „von Haus aus“ adrett geformt und fest ist. Modellieren und stützen kann der Triangel-Bikini nämlich nur sehr bedingt.

Hauptsächlicher Nutzen

Überlege Dir vor dem Kauf, in welchen Bereichen Dein neuer Bikini zum Einsatz kommen soll. Bist Du Wasser-Ratte, Sonnen-Anbeterin oder Bagger-Königin? Gehst Du zum Strand um zu schwimmen, um dort herumzuliegen oder um Matches auszutragen? Die Auswahl des Bikinis hängt wesentlich davon ab, was Du am liebsten tust und ob Du Deinen neuen Zweiteiler solo tragen oder mit anderen Kleidungsstücken kombinieren möchtest.

Beachte, dass sich seine Passform und seine Eigenschaften unter der Einwirkung von Wasser oder bei Bewegung ändern können. Ein in Ruhe gut sitzender Bikini kann beim Schwimmen oder Ballspielen verrutschen; ein üppig ausgestattetes Modell unter T-Shirts, Blusen oder Röcken unangenehm auftragen. Am besten ist es daher, Du unterziehst Deinen neuen Bikini vor dem ersten Einsatz einem „Eignungstest“ oder probierst die Wirkung an einem ähnlich gearbeiteten Modell aus.

Gestaltung

Auch Farbe, Muster und Verzierung bestimmen den Kauf mit. Bei einer kleinen Oberweite ist in dieser Hinsicht zwar fast alles erlaubt; doch auch hier können individuelle Gegebenheiten die Wirkung des Bikinis beeinflussen. So lassen manche Töne hellhäutige Menschen noch blasser erscheinen; andere hingegen passen nicht zu dunkler Haut oder verkleinern die Brust optisch.

Am ungünstigsten sind jedoch Farben oder Effekte, die Deinem Charakter widersprechen. So passt ein neongelber Bikini mit Glitter hervorragend zu sonnengebräunter Haut – nicht aber zu einem eher schüchternen Mädchen. Umgekehrt sind roséfarbene Modelle für taffe oder ältere Frauen ungeeignet.

Ein Aspekt, der noch deutlicher bei Mustern und Verzierungen zum Tragen kommt. Nicht jede Strand-Nixe sieht sich als „Tiger-Lilly“ oder „Rosen-Resli“ – ganz gleich, wie gut der so gestaltete Bikini sitzt und ihr steht. Bei anderen wirken Rüschen und Volants im wahrsten Sinne des Wortes „aufgesetzt“ – weil sie sich an keinem anderen Stück der Garderobe wiederfinden. Und schließlich müssen auch gehäkelte Modelle, Hippie-Fransen oder mädchenhafte Schleifen irgendwie zum Typ passen.

Orientiere Dich bei der Wahl des Designs einfach an Deinem sonstigen Stil – dann wirkst Du im Zweiteiler am überzeugendsten.

Das ultimative No-Go für kleine Brüste

Bei allen bisher genannten Aspekten kannst Du ganz individuell entscheiden, was Deine kleine Brust am besten in Szene setzt. Auf eines aber solltest Du unbedingt verzichten, wenn Dir optische Fülle wichtig ist: einen Sport-Bikini! Die meist einfarbigen Modelle besitzen weder Pads noch Bügel noch Verzierungen und kommen in vielen Fällen sogar ohne formende Nähte aus. Ein so gearbeitetes Kleidungsstück lässt eine ohnehin spärliche Oberweite vollkommen verschwinden.